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Klimaschutz-Tagebuch

Von Christine Nolte


 

Hallo, ich bin Christine und mache gerade mein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Infostelle Klimagerechtigkeit. 

Während der letzten Fastenzeit  vor Ostern habe ich einen kleinen Selbstversuch angefangen:

7 Wochen bewusst klimafreundlich zu leben - und das Ganze regelmäßig in Form eines Tagebuches zu dokumentieren

Und siehe da, mit ein bisschen Gewohnheit ging es plötzlich ganz einfach und machte mir so viel Spaß, dass ich einfach weiter gemacht habe.

Außerdem berichte ich regelmäßig von meiner Arbeit und halte euch mit dem Neuesten zum Klima und zur Klimagerechitgkeit auf  dem laufenden.

Ach ja, und wenn ihr wollt, dann macht doch einfach mit und berichtet mir eure Erfahrungen! Oder schreibt mir einfach so: 

klima-foej@nmz-mission.de

 

13. 8. 2008

Heute ist mein letzter Arbeitstag im Büro, und deswegen habe ich mir vorgenommen, mein Tagebuch noch ein wenig zu gliedern, so als letzte Amtshandlung so zu sagen.

Ihr seht also hier die Daten, wo ihr was suchen/ finden könnt, falls ihr doch zu „faul“ sein solltet, den ganzen Text zu lesen;)

Und natürlich wünsche ich euch noch alles, alles Gute!!!

23.7.2008

Das erste, und bislang einzige Geothermie – Kraftwerk Deutschlands ist ein Versuchsprojekt und steht in Mecklenburg. Bis es wirklich gewinnbringend funktionieren kann, werden wohl noch ca. 6 Jahre vergehen. Trotzdem sind die Erwartungen hoch: Bald, so momentane Schätzungen, sollen bis zu 5% des deutschen Strombedarfs durch Geothermie gedeckt werden. Die Funktionsweise ist ähnlich der Kohle- oder Atomkraft: Der heiße Dampf treibt eine Turbine an, und diese erzeugt Strom. Natürlich ist das in Wirklichkeit bestimmt viel komplexer, aber dafür bin ich nicht die Fachfrau;)

22.7.2008

Meine Eltern beheizen ihr Warmwasser jetzt mit einer solarthermischen Anlage auf dem Dach. Das ist zuerst einmal ein tolles Spielzeug, denn alle paar Minuten rennt einer in den Keller, um zu gucken, ob die Temperatur schon gestiegen ist.

Aber natürlich gibt es auch noch einige Vorteile mehr:

  • Der Warmwasserbedarf eines 2 Personen Haushaltes kann im Sommer fast komplett durch Sonnenenergie gedeckt werden.
  • Im Winter kann allerdings nur noch 1/ 5 des Bedarfs durch Sonnenlicht gedeckt werden -> Dabei schaltet sich dann automatisch der Erdgasbrennkessel an.
    Da Erdgas vergleichsweise ein klimafreundlicher, fossiler Brennstoff ist, ist der CO 2 Ausstoß ca. 40 % niedriger, als bei der Warmwasserbereitung mit z. B. Erdöl.

 

15.7.2008

Das Ökoinstitut Freiburg hat gerade eine Studie über Klima und Nahrung veröffentlicht. Darin kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der Weg und die Produktionskosten eher eine untergeordnete Rolle spielen ,viel wichtiger ist, wie die Lagerung der Lebensmittel und der Einkauf geschieht. So sollte man beim Kühlschrank -Neukauf unbedingt darauf achten, Effizienz Klasse A++ zu kaufen, und beim Einkauf, wie bei anderen Transporten öfter mal auf Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Dann darf man auch ohne schlechtes Gewissen mal eine Banane essen, die ja nicht gerade regional ist. Unbedingt vermeiden sollte man gefrorene Lebensmittel, da die Lagerung im Eisschrank natürlich sehr viel Energie verbraucht. Und auch Fleisch und Milch Produkte schnitten eher schlecht ab, denn die Fütterung der Tiere vernichtet große Mengen an Getreide, die man ebenfalls essen könnte, und die ja auch Produktionsenergie kosten.

14.7.2008

Es gibt ein Menschenrecht auf Nahrung, aber…

Die Lebensmittelpreise steigen dramatisch, der Welthunger nimmt zu! Dabei ist es doch schon seit langem das Ziel der Uno, diesen zu senken. Haben wir wirklich zu wenig Nahrung? "Nein", sagte Jakob von Uexküll, der Gründer des alternativen Nobelpreises und des Weltzukunftrates, der Zeitschrift „Schrot&Korn“. "Wenn die Industrieländer ihren Fleischkonsum um nur 3% verringern, würde dazu führen, dass eine Milliarde weniger Menschen hungern."

Und: Das Futter einer Katze in den USA verbraucht so viel Anbau Fläche, wie das Essen eines Menschen in Costa Rica.

11.7.2008

Also wenn euch gerade langweilig ist, weil das Wetter sowieso schlecht ist, und man nicht grillen kann…

Dann habe ich  jetzt einen Vorschlage für euch: Die BUKO Agrar Koordination in Hamburg hat am Dienstag zum ersten Mal eine alternative Hafenrundfahrt zu der Thematik der Agrotreibstoffe veranstaltet. Diese kann ich nur empfehlen, es gibt noch 2 weitere Termine, einen im Juli und einen im August, die ihr am Besten bei Buko Agar erfragt.

 

10.7.2008

Wir waren ja gestern gerade bei Bäumen und CO 2Ausgleich. Wiederaufforstung ist übrigens auch ein sehr beliebtes Ausgleichsprojekt, z.B. für den Flugverkehr. Geht ja auch schön einfach! Allerdings solltet ihr hier ein wenig misstrauisch sein: Wenn ihr euch für ein solches Projekt entscheidet, solltet ihr genau prüfen, ob eine nachhaltige Bewirtschaftung vorhanden ist. Sich einen persönlichen Baum zu pflanzen, ist allerdings eine sehr schöne Sache. Falls ihr wie ich in einer kleinen Wohnung lebt ist das auch kein Hindernis, jedenfalls für den Anfang.

Meine Eltern haben eine Kastanie, die sie schon als winziges Bäumchen auf ihrem Balkon stehen hatten. Diese Kastanie ist mittlerweile ca. 9 m hoch, spendet eine Menge Schatten, ist schön grün und bringt natürlich noch einige, klimarelevante Qualifikationen mit:

  • Bäume verdunsten Wasser und kühlen damit die Atmosphäre
  • Sie filtern Staub aus der Luft
  • Sie speichern CO2

Und natürlich hat so ein Baum, der schon so viel miterlebt hat, bzw. dies noch tun wird, ja auch eine sehr symbolische Bedeutung…..

9.7.2008

Klimaschutz selbst machen – Nicht so viele tote Bäume betreten meine Räume;)
Klimaneutralität ist in aller Munde. Nicht nur Flüge sollen ausgeglichen werden, ganz besonders engagierte Menschen habe auch die Möglichkeit, ihr Essen, ihre Kleidung und alle weiteren Konsumgüter auszugleichen, indem sie Abgaben in Ausgleichsprojekte bezahlen (FlugFairCare).
Doch immer noch gilt- Vorsorge ist besser als Nachsorge
Das heißt, dass man lieber gar nicht erst so viel CO2 produzieren sollte. Eine sehr einfache Möglichkeit ist das Kaufen von Second Hand Ware. Energieaufwendige Produktion, ebenso wie neuer Müll werden dadurch vermieden, der Geldbeutel wird auch geschont. Wer nicht gern in andererleute Klamotten steckt, kann es ja mal mit gebrauchten Möbeln probieren, denn so wird die Abholzung vieler Wälder, die wichtige Co 2 Speicher sind, verhindert!

7.7.2008

Das fossile Rohstoffe, wie Öl und Kohle, nicht unendlich sind, war doch nun lange genug bekannt. Wirklich Enerige sparen wollte trotzdem niemand. Nun, wo sich dieses Problem deutlich bemerkbar macht, und der Strom aus diesen Energiequellen immer teurer wird, möchte noch immer niemand Strom sparen. Und obwohl die Risiken der Atomkraft ebenfalls nichts Neues sind, wünschen sich plötzlich über 50 % der Bürger Deutschlans eine Rückkehr zur Atomenergie.... Trotzdem wird die Entlastung der montlichen Ausgaben für Strom momentan nur auf 50 cent weniger geschätzt (bei einer Rückkehr zur Atomkraft). Warum also,  sparen wir keinen Strom, obwohl  das doch so einfach ist?

2.7.2008

Neue Klimaschutz-Verordnung in Hamburg in Kraft:

Umweltsenatorin Anja Hajduk hat gestern in Hamburg die neu festgelegten Standards für Neubauten und Altbausanierung vorgestellt.  Auch wenn ihr wahrscheinlich gerade weder das Geld, noch das Interesse habt, über Häuserbau nachzudenken, ist dies doch eine durchaus spannende Entwicklung, denn so kann man nicht nur Geld sparen, sondern auch das Klima schonen.

Hamburg, als erstes Bundesland überhaupt, legt folgende,  energetische Standards für
Baumaßnahmen flächendeckend fest:

  • energetische Standards für Neubauten auf Passiv- bzw. 2 bis 3 Liter-Haus-Niveau anheben
  •  energetische Mindeststandards für den Altbau-Bestand einführen
  • auch für gewerblich genutzte Gebäude soll es Regelungen zur Energieeffizienz geben

30.6.2008

Tja, meine Einträge werden seltener…

Denn bei mir hat der Endspurt angefangen, was mein ökologisches Jahr in der Infostelle betrifft. Ab August bin ich quasi nicht mehr am Computer - das heißt, wir müssen uns so langsam voneinander  verabschieden.  Aber noch ist es nicht so weit, und deswegen heute mal wieder etwas ganz Spannendes- finde ich;) : Eine ökologische Disko, mit Bio- Getränken, freiem Eintritt für Fahrradfahrer und „ zu -Fuß -Geher“ und der Strom für die Musik wird beim Tanzen selbst erzeugt. Also wenn ich das bei meinem London Urlaub schon gewusst hätte!

Mehr dazu:

9.6.2008

Gestern war ich auf einem Bio- Frühstück der Bund - Jugend in Hamburg.
Wir haben draußen gesessen und uns mit gutem Gewissen die leckeren Sachen schmecken lassen.
Früher fand ich Bio- Nahrung auch nicht besonders köstlich, aber entweder, die Produzenten haben ihre Rezepte überdacht, oder ich bin nicht mehr so wählerisch..?! Jedenfalls ist sowas eine echt nette Aktion, vielleicht probiert ihr das auch mal? Denn ihr wisst ja- Regionale Biokost ist auch gut fürs Klima!
p.s. Und wenn jeder etwas mitbringt ist es auch nicht mehr so teuer.  Also los gehts!!!


Unser Infostand

4.6.08


Unsere Infotafeln lohnen einen Besuch;)

Ab morgen ist bei uns wieder das Kita- Projekt mit unserem Spiel " Zeigt her eure Füße" dran- ich werde also bis zur nächsten Woche nicht mehr am Computer sitzen. Deswegen wenigstens 2 Fotos für euch...vom Ökumenischen Fest der Kirchen in Basthorst, letzten Sonntag.

3.6.08

Milch für den Motor-

Das Recht zu streiken ist sicherlich sehr sinnvoll und wird ja momentan ausgiebig von vielen europäischen Milchbauern genutzt. Nun ist allerdings die Unterstützung in der Bevölkerung etwas gespalten, denn der Großteil dieses sehr wichtigen Nahrungsmittels wird momentan vernichtet. Und dabei könnte man damit so günstig Auto fahren…

Mehr dazu findet ihr hier

Und nicht vergessen: Wenn Kraftstofferzeugung in Konkurrenz zur Nahrungsmittelherstellung treten, dann sollte man sich die Sinnhaftigkeit der ganzen Sache noch mal durch den Kopf gehen lassen.

2.6.08

Gerade habe ich gelesen, dass wir unsere Emissionen bis 2050 sogar um 80 %, statt wie bisher gedacht 50%, senken müssen. Dann würde die Hälfte der Menschen von Problemen, wie Dürren, oder (das genaue Gegenteil) Überflutungen, verschont bleiben. Das klingt jetzt sehr viel, und dadurch lässt man sich sehr leicht abschrecken. Aber wenn man bedenkt, wie einfach Energie sparen ist...

Wir wissen ja, es kann sogar Spaß machen! Also warum fängt nicht jeder damit an?

27.5.08

Nein, ich bin nicht schon wieder einfach spurlos verschwunden;)
Ich habe momentan sehr viel zu tun, gleich zum Beispiel treffe ich mit anderen FÖJ- lern, um unseren Landesaktionstag vorzubereiten.
Vielleicht kommt ihr auch mal vorbei?
Wann? 7. Juni 2008 / 13 - 21 Uhr
Wo ? Wallanlagen / Planten un Blomen

23.5.08


Voll in Aktion;)

Wollt ihr wissen, was ich in der letzten Zeit so spannendes gemacht habe?

Ich habe meine erste, eigene Power Point Präsentation gehalten. War das aufregend! Ich durfte dafür in das Internationale Tagungszentrum Sonnenberg im Harz. Hier waren ungefähr 25 Menschen, verschiedener Nationen und Alterstufen, zu einem „Gespräch der Generationen“, über den Klimawandel, versammelt. Ich habe dann 3 Stunden mit ihnen zu Klimagerechtigkeit gearbeitet, und hatte viel Spaß.
Was das mit Energiesparen zu tun hat?
Ich persönlich finde, dass Bildungsarbeit einer der wichtigsten Faktoren im Klimaschutz ist. Jeder, der behauptet, er könne alleine nichts gegen den Klimawandel unternehmen, kann zumindest anderen erzählen, dass es ihn gibt. Und dann können schon zwei etwas unternehmen…

22.5.08

Sooo, diesmal habe ich ja wirklich lange gebraucht, um mich im Internet mal wieder sehen zu lassen. Leider ging es wirklich nicht anders, ein FÖJ- Seminar,  krank sein, und  die viele  andere Arbeit ist mir immer wieder dazwischen gekommen. Dafür soll das Tagebuch demnächst  etwas  überarbeitet werden, damit es vielleicht auch angenehmer anzusehen ist. Ihr müsst nur noch ein bisschen Geduld haben.

17.4.2008

Ohne Strom ist es ganz schön langweilig. Und dunkel.
Stimmt, und genau diese Angst der Deutschen schüren die Kraftwerksbetreiber, indem sie behaupten, dass in Deutschland, mit Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft, die Energieversorgung abbrechen würde. Doch noch düsterer ist die Profitgier der großen Energiefirmen, die die Ängste der Bürger schüren und vermehren. Die Wahrheit ist: Obwohl in Deutschland gerade drei AKWs Aufgrund von Störfällen nicht am Netz sind, importiert Deutschland weiterhin Strom ins Ausland. Mit erneuerbarer Energie und einer Strom sparenden Lebensweise werden wir also weder im Dunkeln noch im Qualm neuer Kraftwerke stehen.

15.4.2008

Seit 2003 gibt es in Deutschland das so genannte Dosenpfand (eigentlich Einwegpfand). Dies dient hauptsächlich dazu, die Umwelt von den weggeworfenen Dosen und Einwegbehältern zu befreien. Viel mehr Sinn würde jedoch ein generelles Verbot machen, denn eine Dose Weißblech verbraucht in dem Kreislauf aus Herstellung und Recycling 170 Gramm co2. Für die Herstellung von 1 KG dieses Leichtmetalls, werden 14 Kilowattstunden Strom benötigt.

14.4.2008

Wer träumt eigentlich nicht von ihr? Der Weltreise!
Wenn die Entscheidung nicht doch relativ viel Mut erfordern würde, wenn das Ganze nicht doch ziemlich teuer wäre, viel Zeit in Anspruch nähme- und meistens mit dem Flugzeug gemacht wird! Viele der "Paradiese", die wir noch besichtigen wollten, werden wegen dem hohen Schadstoffausstoß (beim Fliegen) bald nicht mehr zu besichtigen sein. Weltreise vs. Lebensraum? Für alle, für die das ein Problem ist, entwickelt sich langsam eine alternative Form der Weltreise. Zurück zur Langsamkeit, zum entspannten Reisen, wo man noch richtig Land und Leute kennen lernt, und nicht nur der „blöde Touri“ ist, der immer ausgeraubt wird;) Informiert euch doch mal…. Einen Anfang findet ihr hier: http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,496022,00.html

11.4.08

Viele, einschließlich mir selber, beschweren sich über die Abholzung des Regenwaldes. Dabei muss man auch mal bedenken, dass die Menschen, die dort leben, sofern sie denn ihr Land freiwillig verkaufen, sehr arm sind, und somit auf das Geld angewiesen. Dies wurde auch während der Klima- Konferenz auf Bali besprochen. Die Lösung besteht nun darin, dass es einen Handel geben soll. Die Länder, die sich Klimaschutz, z. B. durch CO2 Einsparungen in der Industrie nicht leisten wollen, können den "Regenwald - Ländern" Geld dafür bezahlen, dass einen der größten CO 2 Speicher der Welt nicht abholzen. Das ist sicherlich keine schlechte Idee, suggeriert aber leider, dass dann andere Länder sich nicht mehr an die Emissionsverringerung halten müssten. Das wäre allerdings fatal.

9.4.2008

Und der letzte Punkt auf der Liste des neuen Heims: Die Waschmschine
Für die Leute, die nach ihrem Auszug zum ersten Mal alleine für ihre Wäsche zuständig sind, hilft es doch zu wissen, das man eingelaufene Hosen und Socken ganz einfach verhindern kann. Die 95 ° C Kochwäsche ist heutzutage nicht mehr nötig, die modernen Waschmittel schaffen es auch so, uns vor Schmutz und Flecken zu bewahren. Und Energie spart das natürlich auch. Ein Wäschetrockner ist ganz besonders schädlich, zum Glück kann ich mir sowieso keinen leisten. Wenn ihr aber einen zu Hause habt, und diesen unbedingt auch benutzen wollt, dann empfiehlt es sich, die Wäsche vorher sehr gut schleudern zu lassen. Dann ist sie trockener, braucht weniger Zeit und Energie im Trockner, ist aber oft auch zerknitterter- das heißt, ihr müsst sie länger bügeln;) Ihr merkt, es ist ein Teufelskreis, und wie euch eure Mutter bestimmt schon oft angedroht hat, werdet ihr eure Wäsche viel seltener waschen, wenn ihr es erst einmal selbst machen müsst;) Warum also nicht gleich damit anfangen? Denn zu häufige Waschgänge verbrauchen unnötige Energie. Wenn ihr eure Wäsche im Waschsalon wascht, und pro Durchgang 3- 4 Euro zahlt, werdet ihr euch auch angewöhnen, die Waschmaschine immer sehr voll zu machen. Das rechnet sich ebenfalls auch zu Hause, bei der Stromrechnung. Worüber man so alles nachdenkt, wenn man im Waschsalon der Wäsche zuschaut

8.4.2008

Hatten wir uns eigentlich schon über Alu Folie unterhalten? Nein, nur über Jutesack statt Plastiktüte, oder? Eigentlich denke ich auch, dass inzwischen jeder wissen sollte, dass man lieber mehrmals auswaschbare Brotdosen verwenden sollte, anstatt Butterbrotpapier und Alufolie. Denn das produziert weniger Müll und spart Geld. Ganz nebenbei rettet man damit aber auch noch das Klima, zumindest ein bisschen. Bei der Herstellung von 1 kg Alufolie werden 9 KG Kohlenstoff Dioxid freigesetzt. Unglaublich, aber wahr! Und dazu kommt: Jeder Deutsche verbraucht wiederum 38 KG Alufolie pro Jahr. Das macht dann wie viel CO2?;)

7.4.2008

Darüber spricht hier in Deutschland niemand gerne, dafür fahren alle gerne schnell: Das Tempolimit! In vielen unserer Nachbarländer gibt es bereits eine festgelegte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h. Und sie leben immer noch! Wahrscheinlich überleben sogar einige mehr, denn das Tempolimit spart nicht nur Unmengen an CO2 ein, es ist auch viel sicherer.

4.4.2008

Ein weiterer, positiver Aspekt meines Umzugs sind die Energiesparlampen. Als totalem Technik Muffel war es mir bisher immer zu anstrengend, mich mit dem Kaufen und Wechseln einer Lampe zu beschäftigen,  bisher war ich immer zufrieden, wenn meine Glühbirnen überhaupt funktioniert haben. Doch jetzt, mit 2 neuen, besonders hellen Birnen kann ich
1. besser lesen, und habe
2. kein schlechtes Gewissen mehr, weil ausgerechnet ich, keine Energiesparlampen benutze.
Eine normale Glühbirne hält ungefähr 1000 Stunden durch, eine Energiesparlampe19000! Und dabei verbraucht sie nur ein Viertel der Energie einer „normalen“ Lampe. Toll, oder;)

3.4.2008

Letzen Monat bin ich zu Hause ausgezogen, und da das ja bekanntlich die Zeit der Erneuerungen ist, man endlich für sich selbst verantwortlich ist u.s.w., habe ich diese neue Verantwortung genutzt. Bei mir gibt es jetzt diese Mehrfachsteckerleisten, die man nachts einfach ausschalten kann. Würde in Deutschland jeder so eine Steckerleiste besitzen, und damit den Gerätes- Standby verhindern, könnte man bundesweit 2 Atomkraftwerke „einfach ausschalten“. Außerdem fordert dies auch meine eigene Fitness, denn sobald ich im Bett liege, merke ich dank der rot leuchtenden Lampe, dass die Stecker noch an sind. Also stehe ich wieder auf, und habe gleich noch ein bisschen Energie verbraucht- „Jeder Gang macht Schlank“ ist nach Ostern ja auch mal ganz sinnvoll!

2.4.2008

 Also zuerst einmal muss ich euch jegliche Romantik nehmen, die ich bis vor kurzem noch hatte. Wenn ihr euren Strom bei einem alternativen Anbieter bestellt, dann wird genau die Menge alternativer Strom ins gesamtdeutsche Stromnetz eingespeist, die ihr benötigt. Dieser vermischt sich dort mit dem Atom- und Kohlestrom. Ist ja auch logisch, aber ich habe mich eben auch davon blenden lassen, dass der saubere Strom genau bei mir aus der Steckdose kommt!
Worauf solltet Ihr achten:
• Ob der Anbieter in den Bau von alternativen Energieanlagen investiert?
• Aus welchen Quellen setzt sich der Strom -Mix zusammen? (Im Internet, Broschüren oder anrufen- Denn ihr habt ein Recht, das zu erfahren! Will man euch nicht antworten, hilft euch das ja auch schon weiter….!)
• Wem gehört das Unternehmen? ( Mittlerweile surfen viele konventionelle Firmen auf der „Öko-Welle“ mit und ihre Tochterfirmen suggerieren dem Verbraucher Nachhaltigkeit!)
 • www.gruenerstromlabel.de

1.4.2008

Biogas in Hamburg:
Heute Morgen habe ich in den Nachrichten gehört, dass der Hamburger Ökostrom -Betreiber LichtBlick in Hamburg eine Biogasanlage bauen will. Als Ersatz, für das von Vattenfall geplante Kohlekraftwerk Moorburg. (Selbst wenn das ein Aprilscherz war, dann ist der folgende Eintrag trotzdem wichtig!) Aber, wie sagt man immer: Es ist nicht alles Gold was glänzt! Denn Lichtblick arbeitet schon seit längerem daran: Der Anteil, den Erdgas momentan noch zur Versorgung der Kunden beiträgt, soll irgendwann einmal völlig durch das Biogas ersetzt werden. Biogas hat allgemein den Ruf, CO 2 neutral zu sein, also nur soviel freizusetzen, wie die Pflanze zuvor gebunden hat. Das bei der Produktion entstandene CO2 wird dabei allerdings nicht berücksichtigt. Und noch etwas lässt den ökotreuen Kunden misstrauisch werden. Lichtblick bezieht sein Biogas überwiegend aus einer Großanlage im Brandenburgischen Jüterborg. Hierbei handelt es sich allerdings um einen Schweinemastbetrieb der Art, den man als treuer Bio- Käufer gerade zu verhindern sucht. Die Entscheidung in Hamburg scheint eine Entscheidung zwischen Pest oder Cholera zu werden. Aber nur nicht aufgeben, denn letztendlich bestimmt immer noch der Kunde oder Wähler, welchen Strom er beziehen möchte;)

31.3.2008

Vor Ostern waren wir in Pinneberg, beim Jugendbildungswerk. Dort haben wir mit Kita- Kindern ein Spiel zum Ökologischen Fußabdruck gespielt. Der ökologische Fußabdruck berechnet sich hauptsächlich aus unserem Energieverbrauch. Bei den Leuten aus den Industrieländern, also uns, ist er natürlich sehr hoch, denn wir nutzen ja fast alle neuen Technologien, wie z. B. Handy, Fernseher, Heizung, elektrisches Licht etc. Das alles kostet Unmengen an Energie. Wenn alle auf der Welt den gleichen Energieverbrauch hätten, dann gäbe es die Erde bereits nicht mehr. Aber gerecht ist das nicht. Das haben auch die Kita- Kinder verstanden, denen Ulrike (unsere „Frau für die Bildung“) das Ganze an einer aufblasbaren Weltkugel und einem Mobile erklärt hat. Denen hat das Spiel genau so viel Spaß gemacht wie uns und sie haben sehr schnell gelernt. Das zeigt doch: 1.:Zum Klimaschutz gibt es kein richtiges Alter, jeder kann mitmachen. Und 2.:Das macht sogar Spaß!

Damit ihr über das Wochenende auch was zu tun habt...;)

Bildung:
www.Bmu.de
www.klima.hamburg.de
www.nachhaltigkeitlernen.hamburg.de
www.Klimawissen.de
www.Hamburger-bildungsserver.de
www.germanwatch.org/klimaexpedition.htm
www.wir-klimaretter.de
www.klima-luegendetektor.de
Vereine, NO´s etc.:
www.greenpeace.de /www.greenpeace-gruppe-hamburg.de
www.bund-hamburg.de
www.NABU-Hamburg.de / www.NAJU-Hamburg.de
www.klimaakademie.de
Weiteres:
www.nachhaltigkeitsrat.de
www.umweltschutz.de
www.institutfutur.de
www.wind-energie.de
www.klimaschutz.com

28.3.2008

Bio ist ökologisch, nachhaltig und gesund.
"Bio" – Sprit ist Gentechnik und Agrarindustrie.

Jaaa, ich wollte euch ja etwas über Agro- Treibstoffe erzählen. Das ist wirklich ein sehr weitreichendes Themengebiet.
Wem bringt es etwas? Vielen großen Firmen, z.B. Exxon, Shell etc. die in den Anbau investieren, aber auch vielen Staaten, die sich unabhängiger von Erdöl- Importen machen wollen.
"Wenn du nicht verkaufst, verhandeln wir morgen mit deiner Witwe"
• Der Regenwald wird immer weiter abgeholzt, die dort lebende Bevölkerung, z.B. in Kolumbien wird durch die brutalen Methoden Paramilitärischer Gruppen zum verlassen ihrer Ländereien gezwungen.
Ökologische Folgen noch nicht absehbar:
• Die Sumpf- und Torfwälder, z. B. auf Borneo sind wichtige CO2 Senken. Werden diese durch Brandrodung vernichtet, werden die tausendfachen Mengen des CO2 frei, die man durch Agrosprit einzusparen versprochen hat.
•Die Stabilität und Artenvielfalt der Regenwälder unterstützen unser Klima. Doch wenn der Trend anhält, wird bereits in wenigen Jahren der Großteil dieser Wälder unwiederbringlich verloren sein.
• Während "Genfood" als Nahrung momentan noch in der Kritik steht, wird diese Technik durch den Gebrauch bei der Herstellung von Kraftstoffen "salonfähig" gemacht.

26.3. 2008


Ich, zum Beispiel, kaufe jetzt nur noch Bio- Milch. Denn die wird kontrolliert und kommt garantiert aus unserer Region. Für die kommerzielle Milch- und Rindfleisch Produktion werden oftmals riesige Flächen des Regenwaldes abgeholzt! Nicht nur, dass dabei eines der letzen Naturgebiete der Erde verloren gehen, es werden dabei auch noch Unmengen co2 freigesetzt. Und dann werden die Produkte mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert. Warum das alles? Wir haben doch selbst auch Kühe! Und denen geht es beim Bio Bauern sehr gut! Aber nur das echte Bio Siegel kaufen, das Sechseckige!

Frohe Ostern nachträglich

Hallo an alle! Ihr werdet euch vielleicht gewundert haben, warum meine Tagebucheinträge einfach verschwunden sind, und Ihr bis Ostern ganz alleine weiterfasten musstet? Das tut mir Leid! Natürlich war das keine Absicht, nein, ich war einfach nur krank. Das lag aber nicht daran, dass ich zu wenig geheizt habe, von wegen Energie sparen und so…;) Meiner Ansicht nach ist der Klimawandel Schuld daran, dass ich krank war! Oder freut ihr euch etwa über weiße Ostern, anstatt weißer Weihnachten? Mir ist es für März jedenfalls viel zu kalt. Ihr seht also, es gibt noch viel zu tun! Deswegen möchte ich das Energie Fasten auch nicht einfach abbrechen. So schwer war das doch gar nicht, da kann man ruhig noch ein bisschen weiter machen….

5. /6. 3.2008


Mit Bauklözchen wird der co2 Ausstoß auf der Welt dargestellt

Eigentlich wollte ich euch ja etwas über alternative Stromanbieter erzählen. Das will ich auch immer noch, aber heute schaffe ich das leider nicht mehr. Gerade bin ich kurz für eine Stunde im Büro, dann fahre ich nach Nordstrand, wo wir mit einer Jugendgruppe etwas zum Thema Klima machen. Wir übernachten auch da, denn morgen fahren wir gleich weiter auf die Hallig Nordstrandischmoor. Die Halligen beteiligen sich nämlich an einem Projekt, das heißt „Prima Klima in der Biosphäre.“ Schließlich sind die Halligen auch mit die Ersten, die den Klimawandel am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wenn der Meeresspiegel nur 2 Meter steigt (was bei unserem momentanen Energieverbrauch als wahrscheinlich gilt), dann sind alle Halligen überflutet. Auch jetzt schon leiden sie unter den häufigen Sturmfluten. Deswegen wollen sie mit diesem Projekt auf ihre Situation aufmerksam machen.

3./ 4. 3. 08

Seit ich das erste Mal von Erneuerbaren – Energien – Anlagen gehört habe, frage ich mich: Wer hat denn jetzt eigentlich Recht? Die Leute, die behaupten, dass das alles absolut effizient ist, sauber und sogar noch billig? Oder diejenigen, die meinen, dass Ökostrom nur durch die Subventionen vergleichsweise billig wird? Hier ein paar konkrete Zahlen (Zeitraum, bis die Kosten für Produktion, Installation und Wartung wieder ausgeglichen sind) :

  • Windenergie: 3- 7 Monate
  • Solarwärme: 3- 7 Monate
  • Solarstrom: ca. 36 Monate
(Die Lebensdauer der Anlagen beträgt mehr als 20 Jahre)
Wenn ihr auch euren Strom wechseln wollt, dann schaut am Besten mal hier: www.energieverbraucher.de oder hier www.greenpeace.de
Ich empfehle aber, dass ihr ganz genau recherchiert, wo ihr euren Strom zukünftig beziehen wollt, denn oft ist nicht Öko drin, wo Öko draufsteht. So ist es in der konventionellen Energie- Branche mittlerweile eine übliche Methode, Öko Strom anzubieten, dem lediglich einige Teile von Wind-, Wasser – und Solarenergie beigemischt sind. Der Rest besteht wie bisher aus Atom- und Kohlestrom. Aber auch „seriöse“ Ökostrom – Anbieter haben teilweise „Dreck am Stecken“. Dazu morgen mehr.

29.2.2008

Auch der Staat müsste seinen Teil der Verantwortung tragen, und die Nutzung unserer Ressourcen (Kerosin aus Erdöl und saubere Luft) höher besteuern. Andererseits freue ich mich auch, einen relativ billigen Flug nach England zu meiner Freundin erwischt zu haben. Manchmal lässt sich Fliegen eben einfach doch nicht vermeiden. Aber um wenigstens einen Teil des Schadens wieder gut zu machen, zahle ich einen gewissen Anteil in den Flug Fair Care Fonds unserer Infostelle ein. Speziell für meinen Flug wird hier eine gewisse Summe berechnet
(keine Angst, so viel ist das nicht) , die ich als Ausgleich in ein Hilfsprojekt, zur CO2 Einsparung auf den Philippinen, zahle. =>Mehr Infos  Aber eine Dauerlösung ist das natürlich nicht. Deswegen geht mein Sommerurlaub wahrscheinlich zum Wandern in den Harz. Natürlich mit der Bahn;)

28.2.08

Diese „News“ fand ich letztens im Hamburger Abendblatt: „Mehr Flüge denn je“ – 2007 ist die Zahl der Passagiere, die eine Flugreise unternahmen, um 6,2 %, im Vergleich zum Vorjahr, gestiegen. Dieser Zuwachs ist der Höchste seit 10 Jahren. Wie kann das sein? Gerade letztes Jahr ist der Klimawandel endlich ins Zentrum der Öffentlichkeit gerückt und es dürfte eigentlich jeder mitbekommen haben, dass die vielen (unnötigen) Flugreisen eine Mitschuld daran tragen. Was also läuft da schief? Man kann leider nicht abstreiten, dass Fliegen häufig billiger, einfacher und meist auch pünktlicher ist, als Bahn- oder Autofahren. Andererseits bestimmt der Kunde den Preis und auch die Qualität der Ware. Würden mehr Leute die Bahn und andere öffentliche Verkehrsmittel nutzen, würden diese vielleicht auch wieder billiger und evtl. pünktlicher werden (man wird ja mal träumen dürfen;)).


Das finde ich nicht so schön- genauso wie das Wetter heute!!!!!!

27.2.08


Das soll jetzt nicht plakativ wirken, aber die Natur ist doch irgendwie schön. oder?

Hallo;) Wie letzte Woche angekündigt, war ich am Samstag auf dem Kieler Klimatag. Seitdem lässt mich die Erzählung einer Besucherin nicht mehr los: Deren Bekannter hatte mal in einem Kaufhaus nachgefragt, wie viele Plastiktüten dort pro Tag ausgegeben würden. 30000!!!! Nicht nur, dass sie die Umwelt schädigen, wenn sie in der Natur entsorgt werden, auch ihre Produktion verschlingt Unmengen an Rohöl, und dabei wird ja bekanntlich CO 2 ausgestoßen. Völlig unnötigerweise, denn Stoffbeutel, die man meist länger als eine Tüte benutzt, sehen meist ja sogar besser aus.Dafür, dass man mit den Tüten für Aldi, Penny oder Rewe Reklame läuft, muss man meistens sogar noch bezahlen.Für die Gestaltung eines Leinen – Beutels gibt es dagegen viele Möglichkeiten:

  • Man kann ihn gemeinsam mit (seinen) Kindern gestalten und bemalen
  • Man publiziert gleichzeitig noch eine politische Botschaft (z.B. Gentechnik- Nein, Danke! )
  • Man lässt sein Lieblingsfoto draufdrucken, einen Witz oder den Einkaufszettel;)

26.2.08

Gleich mal vorweg: Mir juckt es in den Fingern, noch mehr über Agro –Treibstoffe oder auch die bereits sichtbaren Folgen des Klimawandels zu schreiben…aber die Zeit reicht momentan einfach nicht. Für alle, die es interessiert, verspreche ich aber, dass ich das sofort nach Ostern nachholen werde. So bleibt mir das Tagbuch auch über die Fastenzeit hinaus noch etwas erhalten, und darauf freue ich mich;) Schließlich macht Klimaschützen doch spaß, oder etwa nicht? Alle, die jetzt gerne schon etwas darüber wissen wollen, können ja vielleicht schon etwas mehr im Internet recherchieren….? Und vielleicht wollt auch ihr anderen Leuten davon erzählen, oder euch austauschen? Möglichkeiten gibt es mehr als man denkt, ich jedenfalls wünsche euch viel Erfolg dabei;)

22.2.08

Wir haben früher immer Rapsdiesel getankt, auch bekannt als Bio - Sprit. Hat immer furchtbar gestunken und das Auto fuhr beim Überholen nicht mehr schnell genug an! Aber wir dachten, wenn schon Auto fahren, dann wenigstens „ Klimafreundlicher“. Und jetzt, als ich hier mein FÖJ angefangen habe, war das erste was ich gelernt habe, dass dieser so genannte Bio- Sprit weder Bio, noch umweltfreundlich ist. Und zudem vergrößert er den Welthunger. Das fand ich schockierend. Denn die Anbauflächen für Mais, Raps und Soja in dieser Größenordnung reichen bei weitem nicht aus. Folglich muss Neuland her, und das findet man in Naturschutzgebieten, auf den Flächen des tropischen Regenwaldes und auf dem Ackerland, das Millionen Menschen zur Nahrungsmittelproduktion nutzen. Demnächst findet ihr hier auch noch eine kleine Info zu dem Thema....Aber jetzt muss erstmal ein bisschen was tun, denn morgen sind wir mit einem Info - Stand auf dem Kieler - Klimatag.

21.2.08


Frühling im Februar

Ja, die Nachteile des Klimawandels, davon habt ihr bestimmt schon gehört. Naturkatastrophen, Dürreperioden...Aber was davon betrifft uns eigtnlich schon konkret? Wir haben keinen Schnee mehr. Darüber kann man denken wie man will, aber zuerst einmal ist es eine Tatsache. Hinzu kommt, dass die milden Winter unser Ökosystem durcheinander bringen.
Das hat viele verschiedene Auswirkungen, die ich hier nur Stichpunktartig nennen will:

  • Wie findet ihr Nacktschnecken? Ich finde sie absolut unerträglich und würde am liebsten den Sommer über in der Arktis verbringen, denn die Kälte vertragen die Schnecken, genauso wie andere Schädlinge ( Zecken), sehr schlecht. Unsere milden Winter töten nicht genügend Schädlinge ab, und fördern dadurch ihre Population.
  • Hingegen sterben viele andere Tiere und Pflanzen, die durch die milden Temperaturen im Februar bereits aus ihrem Winterschlaf erwacht sind (bzw. die Blumen fangen verfrüht an zu blühen), und durch plötzliche Kälteeinbrüche erfrieren, oder keine Nahrung mehr finden. Dazu zählen auch Zugvögel, die oftmals gar nicht mehr bis Afrika fliegen, sondern in Europa überwintern, und hier teilweise von plötzlicher Kälte überrascht werden.
  • Auch wir Menschen leiden unter den stark schwankenden Temperaturen, werden häufiger krank und spüren verstärkt Migräne etc.

20.2.08

Nach so einer langen Schreibpause weiß ich gar nicht mehr wo ich anfangen soll. Aber da fällt mir etwas Interessantes ein: Erinnert ihr euch noch an das vorletzte Wochenende? Da war es richtig warm und alle sind schon im T – Shirt rumgelaufen. Das war schön, oder? Aber so richtig genießen konnte ich es dann doch nicht. Als ich Kind war, hat es im Februar noch manchmal Schnee gegeben. Das klingt jetzt nach den Erzählungen, die wir von unserer Oma kennen… - aber es ist wirklich erst 15 Jahre her. Ich denke, da kann man kaum sagen, dass es keine spürbaren Klima - Veränderungen gibt. Nun finden wahrscheinlich manche, dass der Klimawandel eigentlich eine schöne Sache ist. Nie wieder frieren und keine Erkältungen mehr. Aber stimmt das denn auch so? Und wo sind vielleicht die oft diskutierten Nachteile? Dazu werde ich morgen ein bisschen was schreiben. Und noch was: Ich habe an dem Wochenende eine Fahrradtour gemacht. Nachdem ich in einer Vietelstunde 10 Flugzeuge gezählt hatte, habe ich aufgegeben. Wisst ihr noch, was ich über das Gemüse und Fliegen geschrieben hatte? Glaubt ihr wirklich, alle diese Flüge waren nötig?

13./14. 2.08


Gerade haben wir Winter und da ist es normalerweise kalt.
„Das stimmt nicht, denn durch den Klimawandel wird es wärmer und weiße Weihnachten mit Schnee gibt es auch nicht mehr!!!!“ Richtig, aber trotzdem ist es kalt, und Paprika, Gurken und Tomaten können wir deshalb bei uns nicht anpflanzen. Wenn ihr jetzt in den Supermarkt geht, um die Zutaten für euren Salat einzukaufen, werdet ihr allerdings sehen, dass es dieses Gemüse trotzdem zu kaufen gibt. Es wird importiert.
Das sind unnötige Flugreisen und hier kann jeder einzelne von uns etwas ändern. Auf Gemüse, das wir den ganzen Sommer über selbst anbauen können, können wir doch im Winter gut verzichten, oder? Schließlich gibt es genügend leckere Alternativen hier bei uns, das so genanntes Wintergemüse. Dazu zählen Rotkohl und andere Kohlarten, aber noch vielmehr.
Guckt doch beim Einkaufen einfach auf das Herkunftsland.
Und hier könnt ihr gleich noch ein leckeres Rezept ausprobieren: Bratäpfel, denn Äpfel sind ein typisches Winterobst, genauso wie Birnen. Sie werden bei uns zwar schon im Herbst geerntet, halten sich aber bei guter Lagerung bis in den Winter. Ihr seht, wir brauchen die Äpfel aus dem Supermarkt, die aus Neuseeland eingeflogen werden, gar nicht. 

12.2.08

Gerade habe ich mein Gelübde schon das erste Mal gebrochen. Ich habe Weintrauben gegessen! Was für ein schweres Vergehen;)
Aber tatsächlich sind Weintrauben, genau so wie Ananas, Bananen und andere Südfrüchte sehr schlecht für unser Klima. Ihr fragt euch warum? Vielleicht habt ihr eure Bananen sogar im Bioladen gekauft, und das kann doch gar nicht so schlecht sein? Gesundheitlich gesehen sind diese Früchte natürlich sehr gut, aber eben nicht fürs Klima. Schließlich müssen sie weite Flugreisen zurücklegen, bevor sie auf unserem Tisch landen. Und das Flugreisen dem Klima schaden wissen wir ja schon.
Trotzdem heißt das natürlich nicht, dass wir jetzt keine Bananen mehr essen dürfen. Meinen Tipp zum klimabewussten Einkauf verrate ich euch morgen!

11. 2.08

Eigentlich wollte ich ja gucken, wo ich noch etwas CO2 einsparen könnte. Zum Beispiel wenn ich ins Fitness Center fahre. Das finde ich immer so schon anstrengend, und dann noch mit dem Fahrrad fahren?
Andererseits spare ich mir dann das Aufwärmen an den Geräten und bin viel schneller fertig Klingt ganz gut, und Geld spare ich auch noch. Diese kurzen Strecken mit dem Auto nimmt man meist ja gar nicht so ernst. Nur mal kurz zum Einkaufen... Aber dieses "nur mal kurz" verbraucht bei dem Renault Kangoo meines Freundes ca. 25 Euro pro Woche!!!!
Kein Wunder, dass wir ständig pleite sind:( Für das Geld könnte ich mir 2 neue Bücher kaufen. Oder man geht zu zweit ins Kino und trinkt danach sogar noch einen Coktail. Im Monat 100 Euro mehr, dass ist schon erstaunlich. Und den Coktail haben wir uns ja auch verdient, schließlich sind wir vorher Fahrrad gefahren;)

8.2.2008

Heute habe ich in der Taz gesehen, dass es einen erneuten Brand im AKW Krümmel gab
(kennt ihr diese Pro- Atomkraft Kampagne : "Hier steht ein Klimaschützer" ?
Dazu kann ich nur sagen: Wusstest ihr, dass die Flüchtlinge aus den Tschernobyl- Gebieten die ersten Umweltflüchtlinge waren.....)

Tja...Apropos Umweltflüchtlinge, also gleich mal ein bisschen Werbung in eigener Sache: Mittwoch hatten wir hier im NMZ eine Infoveranstaltung zu dem Thema " Klimaflüchtlinge, die verleugnete Katastrophe". Das ist der Titel einer Studie die von Greenpeace bei der Uni Hamburg in Auftrag gegeben wurde, und dazu hatten wir  3 Referenten eingeladen.
Das ist schon spannend, weiteres Infomaterial gibt es auch demnächst auf unserer Homepage.

6./ 7.2. 2008

Eigentlich ist es ja zum Fahrrad fahren schon ein bisschen zu ungemütlich! Andererseits war ich am Wochenende gerade in Bonn zum Karneval feiern, und zwar mit dem Auto:(
Da müsste ich jetzt schon mal etwas CO2 einsparen...
Aber wie?

Zu meiner Arbeitsstelle in Hamburg fahre ich Bahn (die Bahn ist gar nicht so schlimm wie man denkt, nur fast so schlimm;)), seitdem habe ich soooo viele Bücher gelesen, ich glaube ich habe da schon was für meine Bildung getan!

Empfehlen kann ich übrigens " Irisches Tagebuch" von Heinrich Böll. Davon bekommt man Lust sofort nach Irland zu fliegen. Aber zu Klima und Fliegen komme ich in einer späteren Themenwoche ja noch;) Tägliches Zeitunglesen zum Thema Klima könnte ich mir auch noch mal vornehmen.