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Beschaffungsrichtlinie verabschiedet

14.09.2016 | Der Vorstand des Zentrums für Mission und Ökumene (ZMÖ) der Nordkirche hat am vergangenen Freitag eine neue Richtlinie für eine ökofaire Einkaufspraxis (d. h.: der Einkauf von nachhaltig und fair hergestellten Produkten) verabschiedet.

Einkaufswagen-Symbol auf grünem Pfeil
Bildquelle: http://www.umweltbundesamt.de

Mit der Beschaffungsrichtlinie möchte das Werk die Klimabilanz des Hauses dauerhaft verbessern und Nachhaltigkeitsaspekte noch stärker in den Arbeitsalltag integrieren.

Zu diesem Zweck hatte eine interne AG bereits letztes Jahr mit dem Projekt begonnen und über Monate hinweg daran gearbeitet: Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme der hausinternen Einkaufspraxis entwickelten die Mitarbeitenden Kriterien für ökofaire Beschaffung und stellten darüber hinaus einen Maßnahmenplan zusammen, um die guten Vorsätze auch umzusetzen.

Darin ist unter anderem festgehalten, dass nach Möglichkeit nur regional, saisonal, bio und fair hergestellte Lebensmittel eingekauft werden und bei Veranstaltungen vorwiegend vegetarische Verpflegung angeboten wird. Aber die Beschaffungsrichtlinie deckt längst nicht nur den Bereich Lebensmittel ab, sondern regelt ebenso den Umgang mit Büro-, Küchen- und Elektrogeräten, Reinigungs- und Hygieneartikeln, Strombezug, Mobilität, Geldanlagen und vieles mehr.

 

Hier eine Auswahl konkreter Beispiele:

-   Anschaffung neuer Büro-, Küchen- und Elektrogeräte nur mit zertifizierten Siegeln/Labels wie zum Beispiel Energy Star oder Blauer Engel; im Zweifelsfall Überprüfung der Herkunft

-   Sparsame Verwendung & Wiederverwertung von Büroartikeln

-   Primäres Kriterium bei Neuanschaffung von Elektrogeräten: höchste Energieklasse

-   Versand von Briefen und Paketen mit dem klimaneutralen GoGreen-Service der Deutschen Post

-   Papier sparen, doppelseitig drucken, Verwendung von Recyling-Papier (auch das Toilettenpapier ist Recycling-Papier)

-   keine unnötigen Neukäufe tätigen => Notwendigkeit der Neuanschaffung prüfen

-   Konsequenter Austausch aller Lampen hin zu LED

-   keine Dienstreisen innerhalb Deutschlands mit dem Flugzeug

-   ... usw.

 

Dass die Beschaffungsrichtlinie nicht die erste Bemühung des ZMÖ in Sachen Klima- und Ressourcenschutz ist, zeigen zahlreiche bereits umgesetzte Maßnahmen (hier  für weitere Infos klicken und runterscrollen). Aktuelle Beispiele sind die Einführung einer separaten Biotonne oder die Benutzung von drei gebrauchten "Drahteseln", die zu Dienstfahrrädern umfunktioniert wurden. Außerdem hat die ehemalige FÖJlerin Charlotte Benckert im Mai zusammen mit anderen FÖJlern zwei Hochbeete im hauseigenen Garten angelegt, die seitdem bunt blühen und ihrem Namen ("Garten der Vielfalt") alle Ehre machen.

 

Von Jannika Baars, FÖJlerin der Infostelle Klimagerechtigkeit.

 

 

Download Blanko-Version

Hier gibt es die Blanko-Vorlage der Beschaffungsrichtlinie als Download für interessierte Einrichtungen. Gerne stehen wir Ihnen auch bei der Umsetzung beratend zur Seite.