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Der NDR berichtet:

Energiewende: Hamburg macht Rückschritte

06.10.2017 | In Hamburg ist die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern im vergangenen Jahr um 20 Prozent angestiegen. 94 Prozent des Stroms in Hamburg stammten aus nicht nachwachsenden Rohstoffen wie Kohle oder Erdöl, teilte das Statistikamt Nord am Mittwoch mit

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Der Anstieg dieser fossilen Energieträger gehe vor allem auf das neue Kraftwerk Moorburg zurück: Es sei im Laufe des Jahres stark hochgefahren worden. Die Menge des aus Kohle erzeugten Stroms stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Millionen Megawattstunden (MWh) auf 8,5 Millionen MWh. Die gesamte Stromerzeugung stieg auf zehn Millionen MWh, das sind 17 Prozent mehr als 2015.

 

Erneuerbare Energien gehen zurück

Um 16 Prozent gesunken ist laut Statistikamt Nord der Anteil der erneuerbaren Energien - und das, obwohl besonders im Hafen neue große Windräder aufgebaut wurden. Nur knapp eine halbe Million Megawattstunden - und damit nicht einmal fünf Prozent des gesamten Stroms in Hamburg - kommen aus regenerativen Quelle wie Biomasse, Biogas oder Wind.

Beim Anteil der erneuerbaren Energien liege Hamburg im bundesweiten Vergleich weit hinten: Deutschlandweit stamme rund ein Drittel des Stroms aus nicht-fossilen Quellen. 2016 war für die Betreiber von Windrädern ein eher schlechtes Jahr, weil sich die Anlagen weniger als im langjährigen Vergleich drehten. Das allerdings nicht nur in Hamburg, sondern in ganz Deutschland.