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Neues Klimaschutzabkommen

Kalifornien und China unterzeichnen Klimaabkommen

07.06.2017 | Nach dem angekündigten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen hat Kalifornien eine Klima-Allianz mit China geschlossen. Unterdessen rebellieren immer mehr US-Bundesstaaten gegen die Entscheidung Trumps und versichern, sich verstärkt für effektive Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen und somit auch ohne Unterstützung der US-Regierungspitze an ihren Klimazielen festzuhalten.

Bildquelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kalifornien-und-china-kooperieren-beim-klimaschutz-a-1150974.html
Politiker Brown und Xi

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown gab heute bei einem Besuch in Peking bekannt, man wolle mit der Volksrepublik China in Bereichen wie erneuerbaren Energien und umweltfreundlichen Technologien in Zukunft noch enger kooperieren. "Kalifornien ist zu 100 Prozent dabei, wenn es um das Paris-Abkommen und darüber hinaus geht", so die Worte Browns.

Unter Barack Obama hatten die USA in den letzten Jahren gemeinsam mit China für Klimaschutz geworben und zahlreiche Maßnahmen beschlossen. Nach Trumps Wahlerfolg und der damit einhergehenden Ohrfeige für alle Klimaaktivisten kam schnell die Frage auf, wer Chinas nächster großer Partner in der Klimapolitik werden könnte. Die EU war zwar im Gespräch, wird von chinesischer Seite aus aber als eher chaotischer Staatenbund empfunden, wie der Vize-Außenminister Liu Zhenmin auf der Klimakonferenz letzten Herbst in Marrakesch sagte.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen scheint es denkbar, dass nun die US-Bundessaaten sowie einzelne Städte die Klimapolitik in den Vereinigten Staaten übernehmen. Bislang haben 9 der 50 Bundesstaaten, 125 Städte, mehr als 1000 Einzelpersonen sowie Hunderte Unternehmen die Klimaschutz-Erklärung mit dem Titel "We Are Still In" unterzeichnet. 

 

 

Ein Artikel von Jannika Baars, FÖJlerin der Infostelle Klimagerechtigkeit