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Gewächshäuser für mehr Ernährungssicherheit, Vielfalt und Umweltschutz in El Salvador

Foto: Oikos Solidaridad

El Salvador ist in besonders gravierendem Maße vom Klimawandel betroffen. Das Klimaphänomen El Ninho verursacht regelmäßig massive Umweltschäden in der Region, sei es durch Starkregen und Überflutungen, die die Ernten zerstören, sei es durch Trockenheit, Hitze und Dürreperioden, die ebenfalls keine Ernteerträge zulassen. In diesem Sinne sind in El Salvador besonders Projekte wichtig, die im Mittelpunkt die Prävention der Folgen von Katastrophen und die Stärkung der Bio-Regional-Kulturen haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Projektes ist es, den Menschen vor Ort, insbesondere den jungen Menschen, eine Arbeitsperspektive zu geben.

Das gesamte Projekt zielt auf Maßnahmen des Umweltschutzes, Förderung der Produktion landwirtschaftlicher Produkte und deren Kommerzialisierung sowie die Organisationsförderung in den beteiligten 11 Gemeinden in El Salvador. Die Gegebenheiten vor Ort legen den Bau von Gewächshäusern sowie ein angepasstes Bewässerungssystem nahe. Die geschlossenen Gewächshäuser ermöglichen den Anbau vielfältiger Pflanzen (Tomaten, Gurken, Paprika), um die Ernährungssouveränität zu verbessern und durch die Vielfalt der Gemüsesorten bestehenden Mangelerscheinungen entgegenzuwirken. Der Anbau in geschlossenen Gewächshäusern hat den Vorteil, Ernteverluste zu verringern, Bewässerung gezielt einzusetzen und den Befall durch Schädlinge gering zu halten. In den Gewächshäusern wird ein Bewässerungssystem angebracht, das wenn möglich durch einen Brunnen oder durch neu installierte Wassertanks betrieben wird. Die Wassertanks wurden in den Gemeinden errichtet, die über keinen Brunnen verfügen. Sie dienen dem Auffangen von Regenwasser und gewährleisten eine Bewässerung in Zeiten mit wenig Regen.

 Mit dem Bau der Gewächshäuser steigt die Vielfalt der angebauten Gemüsesorten, der Einsatz von Pestiziden konnte massiv reduziert werden, der Befall von Schädlingen durch die geschlossenen Gewächshäuser ist gesunken und die Lagune kann dadurch vor Kontaminierung geschützt werden. Der Überschuss der Produktion kann über die Kooperative verkauft werden, die Lebensbedingungen verbessern sich, das wirtschaftliche Einkommen der Mitglieder der Kooperative steigt.

 

Träger des Projekts ist Oikos Solidaridad, eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die diakonische und entwicklungsbezogene Aufgaben wahrnimmt. Sie arbeitet mit Basisgruppen, Kooperativen und kommunalen Organisationen im Osten El Salvadors zusammen. Oikos versucht mit seinen Projekten, neue soziale Chancen in der Gesellschaft zu entwickeln.

 

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Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes (KED)

und Projektmitteln der Bingo Umweltlotterie.