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c Mirna Industrial Commercial Company

 

Solarenergie für die Good Shepherd Gemeinde in Amman, Jordanien

 

Projektidee

Projektziel ist die Installation einer 25 kWp Solaranlage auf dem Dach der Kirche oder auf dem nebenstehenden Gemeindehaus der Good Shepherd Gemeinde in Amman, einer Gemeinde der palästinensischen ev.-luth. Kirche (ELCJHL) in Jordanien. Mit dieser Kirche pflegt die Nordkirche bereits seit Jahrzehnten eine Partnerschaft. Durch die Solaranlage kann die Gemeinde ihren gesamten Strombedarf decken und bei Mehr-Produktion klimafreundlichen Solarstrom in das öffentliche Netz einspeisen.

Zurzeit bezieht die Gemeinde ihren gesamten Strombedarf aus dem öffentlichen Netz. Die Stromproduktion des Landes ist zu 97% von Energieimporten abhängig und erfolgt fast vollständig aus Erdöl und -gas. Strom in Jordanien ist dadurch klimaschädigend und teuer. Gleichzeitig verfügt das Land mit durchschnittlich 300 Sonnenstunden im Monat und einer Strahlungsintensität von 1400-2300 kWh/ m² pro Jahr über beste Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie zur Stromerzeugung. Zum Vergleich: Deutschland weist nur über eine Strahlungsintensität von 900-1200 kWh/m² auf. Durch die Solaranlage würde die Gemeinde pro Jahr 30 t CO2 einsparen. Zudem trägt sie zu einem Umstieg der Jordanischen Stromerzeugung hin zu erneuerbaren Energien bei, da überschüssig produzierter Strom direkt ins Stromnetz eingespeist wird. Darüber hinaus würde die Gemeinde mit der weithin sichtbaren Solaranlage als öffentliches Vorbild in ihrer Gesellschaft wirken.

Die jährlichen Stromkosten der Gemeinde liegen zurzeit bei umgerechnet ca. 13.500 €. Sie machen somit mehr als 25% der jährlichen Kosten für die Gemeinde aus und belasten ihr Budget stark. Die Gemeinde ist daher bislang von finanzieller Unterstützung aus Partnerkirchen vollkommen abhängig. Mit der Förderung einer Solaranlage wäre die Gemeinde zukünftig finanziell eigenständiger und könnte ihre bescheidenen finanziellen Mittel für Projekte der Gemeindearbeit einsetzen.

Projektablauf

Die Gemeinde ist mit dem Anliegen der Förderung einer Solaranalage an das Zentrum für Mission und Ökumene herangetreten. Da es sich bei diesem Projekt explizit um die Förderung klimaschützender erneuerbarer Energien handelt, hat die zuständige Referentin die Infostelle Klimagerechtigkeit einbezogen.

Insgesamt erweist sich dieses Projekt als sehr wirtschaftlich. Aufgrund der Strahlungsintensität in Jordanien, der Förderung erneuerbarer Energien durch den Staat und die hohen Stromkosten im öffentlichen Netz, ist die Anlage innerhalb von drei Jahren amortisiert.

Die Gemeinde kann die Investitionskosten jedoch nicht durch Einsparung von Stromkosten zurück erstatten. Faktisch gibt es nämlich in der Ev.-Luth. Good Shepherd-Gemeinde in Amman, dem ärmsten arabischen Land, kein Budget für die Gemeindearbeit. Einzige Einnahmequellen sind Kollekten, Spenden der Gemeindemitglieder und Zuschüsse von Partnerkirchen. Man lebt gleichsam „von der Hand in den Mund“.

Der Abschluss eines 10 jährigen Wartungsvertrags, abgeschlossen mit den Installateuren der Anlage ist der Good-Shepherd-Gemeinde zur Förderung des Projekts gleichwohl zur verbindlichen Auflage gemacht worden. Damit wer-den eine kontinuierliche professionelle Wartung der Anlage und eine Projektlaufzeit von min. 10 Jahren gewährleistet.

Die Good Shepherd Gemeinde hat bereits zwei Angebote von Fachfirmen eingeholt und einen Wartungsvertrag verhandelt. Nach Rücksprache und Prüfung der Angebote durch die Infostelle Klimagerechtigkeit und den Klimaschutzmanager der Nordkirche hat sich der Gemeindekirchenrat am 30.01.2017 für die Firma „mirna- industrial commercial company“ aus Amman entschieden.

Nächste Schritte

Sobald die Gelder für die Förderung dieser Anlage sowie eine Kopie des unterzeichneten Wartungsvertrages vorliegen, kann die Good Shepherd Gemeinde die Installation der Anlage in Auftrag geben.

 

 

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Kontakt und weitere Infos zum Projekt:

Judith Meyer-Kahrs (Infostelle Klimagerechtigkeit, Projektarbeit)

Hanna Lehming (Pastorin, Nahost Referentin)